Ukraine: Vom Maidan in den Bürgerkrieg

Location: Saal
Wann: DI 24.03.2015 20:00 Uhr
Abendkasse: frei
Vorverkauf: entfällt

Diskussion/Vortrag

Russland, die Ukraine, Deutschland und Frankreich haben erneut in Minsk verhandelt und sich auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt, die die zeitgleich zwischen den Separatisten und Kiew vereinbarten Maßnahmen zur Umsetzung einer friedlichen Lösung unterstützen soll.

Am ersten Tag hielt der Waffenstillstand weitestgehend. Ob es allerdings gelingt, den Konflikt auf Dauer einzufrieren ist fraglich. Auf beiden Seiten ist das Misstrauen groß, und der Anführer des Rechten Sektors hat bereits angekündigt, dass er sich nicht an das Abkommen gebunden fühlt.

Andrej Hunko wird über die aktuelle Situation in der Ukraine und in der Ostukraine berichten und sie in den politischen Kontext einordnen. Was geschah bis jetzt wirklich in der Ukraine und wie kam es zum Bürgerkrieg? Warum rasseln sowohl die NATO-Staaten als auch Russland mit den Säbeln und welche Interessen wollen sie in der Ukraine durchsetzen?

Die Militarisierung der Gesellschaft, die diplomatische, wirtschaftliche und militärische Kriegsstimmung, in der auch die deutsche Regierung ihr ganz eigenes Spiel spielt, lehnen wir ab. Neben einer Deeskalationsstrategie für die ganze Ukraine braucht es dringend eine Bewegung gegen die zunehmenden imperialistischen Auseinandersetzungen.

Andrej Hunko ist Bundestagsabgeordneter der LINKEN und Mitglied des Bundestagsausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union sowie Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. In beiden Funktionen bereist er seit einigen Jahren die Ukraine, so auch als Wahlbeobachter bei der Wahl am 26.10.14. Zuletzt war er kurz vor dem Waffenstillstand vom 15. Februar in der Ostukraine, um Krankenhäusern vor Ort medizinische Güter aus einer Spendenaktion zu bringen.